Lea Bieri , 25.09.2020

Adieu trockene Augen – Gesunde Luft am Arbeitsplatz

Der Hals kratzt, die Augen fühlen sich trocken an und Müdigkeit macht sich breit. Ob Mitarbeitende oder Vorgesetzte: viele die im Büro arbeiten, kennen diese Probleme. Aber nur wenige wissen den Grund für diese und weitere Symptome. Nicht immer ist eine Erkältung, zu viel Arbeit oder zu wenig Schlaf der Auslöser. Oftmals ist es ein schlechtes Raumklima im Büro, welches die Gesundheit belastet und sich langfristig auch gerne auf die Stimmung im Team niederschlägt. Wer die Luftqualität am Arbeitsplatz kennt, kann bei Bedarf handeln und mit einem Luftbefeuchter oder -entfeuchter für mehr Wohlbefinden und Produktivität sorgen.

Anzeichen für schlechtes Raumklima im Büroalltag

Ob Einzel- oder Grossraumbüro, Neu- oder Altbau, jedes Büro hat seine Tücken, wenn es um ein ideales Raumklima geht. Die Luft in Neubauten ist häufig zu feucht, weil im Bauprozess zu wenig Zeit für das Trocknen der Grundmauern verwendet wurde. Im Altbau leiden wir oft unter grossen Schwankungen von Luftfeuchtigkeit und Temperatur je nach Saison und Wetter. Im Grossraumbüro muss man ein Mittelmass für das Raumklima finden, um möglichst das Wohlbefinden der Mehrheit zu befriedigen. Im Einzelbüro bemerken wir die schlechte Luft oft gar nicht. Viele Faktoren beeinflussen die Qualität des Raumklimas. Gerade im Büro, in dem nebst den üblichen Luftverschmutzungsquellen wie Mensch, Tier, Feinstaub und flüchtigen Gasen noch die Wärmeabgabe von PCs und die Partikelabgabe von Druckern hinzukommen. Doch woran erkenne ich, dass der Arbeitsalltag durch schlechte Luftqualität belastet ist?

Krankheiten
In Grossraumbüros sind viele Mitarbeitende gleichzeitig oder kurz nacheinander krank. Viele beklagen sich über regelmässig trockene Augen, Kopfschmerzen, juckende Kontaktlinsen, trockene Haut und Lippen, Schuppen, Kratzen im Hals oder sie sind häufig erkältet.

Leistungsfähigkeit
Müdigkeit, Trägheit, Konzentrationsschwäche und Energielosigkeit sind ebenfalls alles Anzeichen für unzureichende Luftqualität. Vor allem, wenn dies bei mehreren Personen gleichzeitig auftritt, sollte man das Raumklima prüfen.

Sichtbare Anzeichen
Schlechte Luft ist optisch nur schwer erkennbar, trotzdem gibt es Anhaltspunkte, die darauf hinweisen. Möbel, die sich statisch aufladen oder grosse Staubansammlungen kurz nach der Reinigung sind Zeichen für verschmutzte, trockene Büroluft.

Treffen alle oder einige dieser Punkte auf Ihr Büro zu?
Dann ist es höchste Zeit mit einem Hygrometer Luftfeuchtigkeit und Temperatur zu messen.
 

Symbolbild schlechte Luft am Arbeitsplatz

Das optimale Raumklima fürs Büro

Nebst regelmässigem Lüften (sofern möglich) gehört eine angenehme Temperatur und die richtige Luftfeuchtigkeit zu einem gesunden Raumklima. Die Empfindungen sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Daher ist es gerade in Grossraumbüros schwierig, eine «ideale» Temperatur für alle zu finden. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) in der Schweiz empfiehlt für kalte Tage 21–23° C und an sommerlichen Tagen 23–26° C*.

Besonders das Empfinden von Temperatur kann sehr unterschiedlich sein. Wir empfehlen, eine Temperatur zu wählen, welche für die Mehrheit passt und für alle anderen eine individuelle Lösung zu suchen. So sorgt ein Tischventilator für Abkühlung bei Personen, welche warm haben und ein kleiner Heizlüfter unter dem Bürotisch für Wärme, bei denen die frieren. Auch die Empfindung der Luftfeuchtigkeit ist individuell. Von Fachleuten werden Werte empfohlen, welche von der Mehrheit als angenehm empfunden werden. Die empfohlene relative Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 40–60 %. Messen kann man diese mit einem Hygrometer. Liegt der Wert regelmässig über 60 %, benötigen Sie einen Luftentfeuchter. Zeigt das Hygrometer über mehrere Tage weniger als 40 % an, wird es höchste Zeit für einen Luftbefeuchter.

Ob Zuhause oder im Büro: weichen die gemessenen Werte im Raum über mehrere Tage von den Empfehlungen ab, beginnen viele zu leiden; von schwachen Symptomen bis ernsthaften Krankheiten. Will man die Gesundheit fördern und die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit steigern, muss man aktiv werden.
 

Was sollte im Sommer beachtet werden?

Draussen ist es im Sommer oft sehr feucht, da warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann. Diese Feuchtigkeit dringt dann auch nach innen. Das erste, was man an den heissen Tagen im Jahr aber berücksichtigen muss, ist, ob das Büro über eine Klimaanlage verfügt oder nicht.

Ohne Klimaanlage…
… frühmorgens Lüften und dann Rollladen runter. So bleibt es lange kühl. Ein Luftreiniger kann den Tag hindurch für saubere Luft sorgen, so kann man etwas weniger Lüften und die warme Luft von Draussen fernhalten. So kommen die Mitarbeitenden weniger schnell ins Schwitzen und bleiben länger konzentriert und produktiv. Wem es schnell zu heiss wird, der kann sich einen Tischventilator besorgen und sich persönlich etwas kühlen. Die Feuchtigkeit stellt im Sommer oft das grössere Problem dar. Sie fördert Schimmelbildung, was für Mensch und Mobiliar gefährlich werden kann. Ist es über länger Zeit sehr feucht (>60 %), kann ein Luftentfeuchter wie Albert oder Theo – je nach Raumgrösse – Abhilfe schaffen.

Mit Klimaanlage…
… eine solche Anlage kühlt die Luft künstlich und entzieht ihr die Feuchtigkeit. Oft wird die Luft zu kalt und zu trocken, was den Körper stark belasten kann. Die Schleimhäute trocknen aus, ebenso die Haut – perfekte Bedingungen für Erkältungsviren und top Voraussetzungen für Kopfschmerzen und andere Symptome. Hier lohnt sich das Messen der Luftfeuchtigkeit besonders, denn oftmals ist diese so tief, dass die Anschaffung eines Luftbefeuchters passend zur Raumgrösse nötig ist und die Mitarbeitenden in ihrer Leistungsfähigkeit unterstützt. 
 

Was gibt es im Winter zu beachten?

Ist die Aussenluft kalt, trägt sie weniger Feuchtigkeit mit sich. Daher ist die Luft im Winter von Natur aus trockener. In Innenräumen kommt dazu, dass Heizungen die Luft zusätzlich austrocknen. So kann die Differenz zwischen der Innen- und Aussenluft stark abweichen und es wird drinnen noch trockener als draussen. Die Wärme von PCs, Druckern und anderen elektronischen Geräten ist für die sowieso schon trockene Luft ebenfalls nicht förderlich.

Die Auswirkungen auf den Körper sind schuppige und rissige Haut, ausgetrocknete Augen, Nasen-, Rachenschleimhaut, Gereiztheit, Unwohlsein und eine höhere Anfälligkeit für Atemwegserkrankungen.

Besonders in der Grippe-Zeit ist die trockene Büroluft ideal für die Verbreitung von Viren. Die niedrige Luftfeuchtigkeit fördert die Ausbreitung von Grippeviren (Influenza) und die Gefahr der Ansteckung. Besonders stark betroffen von Grippewellen sind oft Grossraumbüros, da sich Viren schnell und einfach ausbreiten können in der trockenen Luft. Der Höhepunkt liegt jeweils zwischen Dezember und März.

Die Erhöhung der Luftfeuchtigkeit auf 40–60 % hemmt die Ausbreitung von Viren deutlich. Die Feuchtigkeit in der Luft bindet die Viren und Bakterien und bringt diese so schneller zu Boden. Ebenfalls wird so das Wohlbefinden und dadurch die Produktivität und Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden gesteigert. Die Lösung ist also ein Luftbefeuchter, passend zur Raumgrösse. Beispielsweise aus unserem Sortiment eines der drei Geräte der Oskar-Familie. Oskar little eignet sich für Räume bis 30 m2, Oskar bis 50 m2 und Oskar big bis 100 m2. Ist die Büroluft zusätzlich verschmutzt durch einen Büro-Hund oder einer Hauptstrasse vor dem Fenster, dann ist alternativ auch ein Luftwäscher eine gute Lösung. Luftwäscher sind 2 in 1 Geräte, welche die Luft reinigen und gleichzeitig befeuchten. Es gibt unzählige Ausführungen und Varianten. Bei uns im Sortiment finden Sie George und Robert. George ist etwas stärker in der Reinigung als Robert. Robert liefert dafür leicht mehr Befeuchtungsleistung.

Wichtig zu beachten für Minergie-Bauten (Passivhäuser) mit kontrollierter Belüftung: Kontrollierte Belüftungssysteme wirken wie offene Fenster und führen zu einem konstanten Luftaustausch. Die Folge ist extrem trockene Raumluft im Winter. Deshalb empfehlen wir für belüftete Räume leistungsstärkere Luftbefeuchter und die doppelte Raumgrösse wie für unbelüftete Räume zu berechnen (z.B. Oskar für unbelüftete Räume bis 50 m² und für belüftete Räume bis 25 m²).


Die Qual der Wahl ist gross. Am Anfang steht aber das Erkennen der Raumklimaqualität und das richtige Handeln. Nur so ist Gesundheit, Wohlfühlen und damit verbundene Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz möglich.
 

Stadler Form Produkte


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*Quelle: www.handelszeitung.ch/management/schwitzen-im-buro-das-ist-die-optimale-temperatur

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