Mädchen mit Allergie in Wiese mit Pollen
Usha Müller , 15.04.2021

Allergie? Was Allergikern wirklich hilft

Allergiker haben es schwer. Denn Pollen & Co. konsequent auszuweichen, ist ein schier unmögliches Unterfangen. Während blühende Blumen und Gräser für die einen Grund zur Freude sind, sind der Frühling und Sommer für Pollenallergiker eine unangenehme Zeit. Der Heuschnupfen ist mit Abstand die am weitesten verbreitete Allergie – gefolgt von Allergien gegen Hausstaubmilben und Tierhaare. Allen gemeinsam ist: Die Gefahr kommt aus der Luft.
 

Was ist eine Allergie?

Triefende Nase, ständiges Niesen, Hautausschlag, Husten, juckende und geschwollene Augen begleitet von einem ständigen Gefühl der Atemnot: Das sind Symptome, die für viele von uns zum Alltag dazu gehören – gerade in der Pollensaison. Allergien zählen nämlich zu den häufigsten Krankheiten unserer Zeit und sind im Prinzip nichts weiter als eine Überempfindlichkeitsreaktion des Körpers gegen harmlose Umweltstoffe. Diese allergieauslösenden Stoffe, z.B. von Blütenstaub, Hausstaubmilben, Tieren, Nahrungsmitteln oder Medikamenten, bezeichnet man als Allergene. Gelangen sie in den Körper, etwa über die Nahrung, die Haut oder durch Einatmen, so reagiert dieser mit einer völlig übertriebenen Abwehr. Und diese Überreaktion auf den körperfremden Stoff führt dann zu den typischen allergischen Symptomen. Laut dem «aha! Allergiezentrum Schweiz» leiden rund ein Viertel der Schweizer Bevölkerung an einer oder mehreren Allergien – Tendenz steigend.
 

Die Pollen fliegen – praktisch rund ums Jahr

Eine der häufigsten Allergieformen ist die Pollenallergie – auch «saisonale allergische Rhinitis» genannt. Betroffene Personen reagieren dabei auf eine oder mehrere Arten von Pollen, also auf den Blütenstaub von Pflanzen. Neben Gräser- und Getreidepollen sind frühblühende Bäume sowie einige Kräuter verantwortlich für allergische Reaktionen. Von den rund 3500 Pflanzen in der Schweiz sind zwar nur etwa 20 für Pollenallergiker von Bedeutung, doch die Blüte eines einzigen Grashalms enthält rund vier Millionen Pollen. Besonders ärgerlich: Die lästige Heuschnupfen-Saison wird immer länger. Denn je früher im Jahr die Temperaturen steigen, desto eher setzt der Pollenflug ein. Bereits im Januar schwirren bei uns die ersten Pollen von Frühblühern wie Hasel und Erle durch die Luft, gefolgt von Birke, Ulme und Buche. Im Sommer blühen die Gräser. Die Pollen von Beifuss, Goldrute oder Ambrosia können bis in den Herbst hinein Beschwerden verursachen. Für Heuschnupfen-Geplagte ist es also besonders wichtig, genau zu wissen, wann «ihre» Pollen fliegen und wie die aktuelle Vorhersage aussieht. Eine Pollenflugprognose ist für Allergiker eine grosse Hilfe.
 

Symbolbild Blütenstaub in der Luft

Allergene in der Luft

Drinnen wie draussen: Viele Allergene, die sich in der Luft tummeln, kommen vor allem in den eigenen vier Wänden vor. Sie stammen von winzigen Hausstaubmilben, den geliebten Haustieren und Schimmelpilzen. Während der Pollenflug immerhin auf die Blütezeit der jeweiligen Pflanzen beschränkt ist, sind diese Innenraumallergene das ganze Jahr über mehr oder weniger vorhanden. Die Hausstauballergie (Hausstaubmilbenallergie) zählt neben Heuschnupfen zu den häufigsten Allergien: Zwischen 5–8 Prozent der Menschen in der Schweiz leiden an einer Allergie gegen Hausstaubmilben. Die zweithäufigste Ursache für eine Allergie in Wohnräumen sind Tierhaare, z.B. von Katzen, Hunden, Meerschweinchen und Pferden. Vor allem von Katzen geht ein sehr hohes Allergierisiko aus.
 

Symptome bei einer Allergie

Je nachdem, auf welchem Weg Allergene in den Körper gelangen, entstehen unterschiedliche Krankheitssymptome. Bei der Pollen-, Tierhaar- oder Milbenallergie werden diese Stoffe über die Atemwege und zum Teil via Schleimhäute der Nase und Augen aufgenommen. Die Veranlagung zur Entwicklung einer solchen Allergie ist oft genetisch bedingt. Zum ererbten Risiko kommen auch noch äussere Einflüsse dazu, die das allergische Fass zum Überlaufen bringen. Das führt zu einer überhöhten Bildung von bestimmten Antikörpern. Das Ergebnis: Die typischen Beschwerden, wie eine laufende Nase und Niesen, ein Kratzen im Hals, Husten, Hautreizungen sowie juckende und geschwollene Augen bis hin zu Asthma.
 

Allergiker niest wegen verschmutzter Luft

Pollen & Co. in Innenräumen

Sich während der Pollenflugsaison daheim zu verschanzen, ist auch keine Lösung. Denn unsere Innenräume sind ebenfalls nicht pollenfrei. Ob in der eigenen Wohnung oder im Büro: Pollen dringen durch Fenster- und Türspalten in die Räume, werden beim Lüften hereingeweht oder mit der Kleidung hineingetragen. Einmal drinnen, setzen sie sich dann an Oberflächen, wie Kissen, Vorhängen und Möbeln fest. Die winzigen Allergene sind so klein, dass sie sich an Staubpartikel haften und so im ganzen Innenraum verteilen. Als gewöhnlicher Hausstaub kommen die Allergene so auf der Bettwäsche, dem Sofa oder dem Fussboden zum Liegen, werden aufgewirbelt und gelangen als kleine Schwebstoffe in die Raumluft und schliesslich in unsere Atemwege.
 

Was tun gegen Allergene in der Raumluft?

Die Symptome bei Heuschnupfen, einer Staub- oder Milbenallergie können zwar medikamentös behandelt, aber auch gut mit vorbeugenden Massnahmen gelindert werden. So lassen sich die allergischen Beschwerden in vielen Situationen einfach und ohne Nebenwirkungen deutlich reduzieren. Ist die Art der Allergie bekannt, ist es am klügsten, den Kontakt mit den allergieauslösenden Stoffen soweit wie möglich zu vermeiden. Folgende Tipps können zu einer Linderung der Allergiesymptome beitragen.
 

Symbolbild verschmutzte Raumluft

10 Tipps gegen Allergie-Symptome

  • Befeuchten der Raumluft – Eine optimale Luftfeuchtigkeit von ca. 50 Prozent hilft, trockenen Schleimhäuten vorzubeugen und so Beschwerden zu lindern. Falls angezeigt: Einen Luftbefeuchter einsetzen
  • Durch die Nase atmen – Die Nase dient als Filteranlage und über die Hälfte des durch die Nase eingeatmeten Hausstaubes bleibt an der feuchten Schleimhaut haften. Bei trockenen Schleimhäuten z.B. zusätzlich natürlichen Meersalzspray anwenden
  • Täglich Staubsaugen – Dabei einen Staubsauger mit einem HEPA-Filter verwenden und möglichst an Nicht-Allergiker delegieren. Denn Reinigungsvorgänge wirbeln viel Staub auf
  • Luftreiniger einsetzen – Dieser hilft, unerwünschte Partikel einzufangen und dadurch die Luftqualität nachhaltig zu verbessern. Ein Luftwäscher sorgt zusätzlich sogar für die richtige Luftfeuchtigkeit.
  • Regelmässige Oberflächenreinigung – Sämtliche Möbel gründlich feucht abwischen und Textilien waschen, besonders die Bettwäsche häufig wechseln
  • Staubfänger entfernen – Möglichst wenig Fläche bieten auf denen sich Staub sammeln kann, wie Teppiche, Felle, Bettvorleger, schwere Vorhänge, gepolsterte Sofas, offene Regale und Plüschtiere
  • Haustiere fernhalten – Haustiere von Betten und Polstermöbeln fernhalten
  • Augen auf beim Zimmerpflanzenkauf – Nur Arten anschaffen, die keine allergenen Substanzen abgeben
  • Genügend trinken – Mindestens 1.5 Liter täglich. Ansonsten können die Schleimhäute austrocknen und verlieren ihre Schutzfunktion
  • Zigarettenrauch, Chlorwasser und Ozon meiden – Allergieverstärkenden Einflussfaktoren möglichst aus dem Weg gehen
     
Luftreiniger Roger big von Stadler Form für saubere Raumluft

Saubere und gereinigte Luft dank Luftreiniger

Wir verbringen über 90 Prozent unserer Zeit in Innenräumen. Da ist der Qualität der Raumluft besonderes Augenmerk beizumessen, denn sie ist essentiell für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit – gerade für Allergiker. Die eigenen vier Wände sollen schliesslich ein Ort des Rückzugs sein und vor allem im Schlaf- oder Kinderzimmer wünscht man sich nichts mehr als gesunde, saubere Luft. Trotz einer regelmässigen und gründlichen Reinigung der Wohnung ist oftmals die Raumluftbelastung durch Allergene immer noch zu hoch. Da lohnt es sich, über den Einsatz eines Luftreinigers nachzudenken. Dieser hilft, unerwünschte Partikel einzufangen und dadurch die Luftqualität zu Hause oder im Büro nachhaltig zu verbessern. Nicht nur Pollen, sondern auch Feinstaub, Tierhaare, Ausscheidungen der Hausstaubmilben, Viren und Bakterien sowie unangenehme Gerüche kann ein solches Gerät aus der Luft filtern.


Eine optimale Raumluftfeuchtigkeit zwischen 40 bis 60 Prozent sorgt dafür, dass deutlich weniger allergene Stoffe in der Luft umherschwirren. Die kleinen Teilchen binden sich an die Wassertröpfchen in der Luft, werden schwerer und sinken schliesslich zu Boden. Dort belasten sie die Atemwege weniger als auf Kopfhöhe. Sie werden quasi weggewaschen – wie draussen bei Regen der Blütenstaub. Genau das erledigt drinnen ein Luftwäscher. Er ist Luftreiniger und Luftbefeuchter in einem. Besonders während der Heizperiode ist er damit ein idealer Mitbewohner für Allergiker. Optimale Luftfeuchtigkeit hilft ausserdem trockenen Schleimhäuten vorzubeugen. Ausreichend befeuchtete Schleimhäute können sich besser gegen Allergene wie auch Viren und Bakterien wehren. Für ein Zuhause zum Wohlfühlen und um in den eigenen vier Wänden auch einfach mal unbeschwert und frei atmen zu können.


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