Usha Müller , 30.08.2019

Der richtige Luftentfeuchter – Kaufberatung und Ratschläge rund um Entfeuchtung

Eine relative Luftfeuchtigkeit in Wohn- und Arbeitsräumen von 40% bis 60% wird als angenehm empfunden und von Fachleuten als optimal empfohlen. Liegt der Wert der Raumfeuchtigkeit über 60%, gilt die Luft als zu feucht und sollte entfeuchtet werden. Denn wo die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist, kann sich leicht Schimmel bilden und können schlechte Gerüche entstehen. Dunkle Flecken an der Wand sind ein Hinweis auf Schimmelbildung. Wassertröpfchen (Kondenswasser) an Wänden, Möbel und Fensterrahmen können ein Indiz für zu hohe Luftfeuchtigkeit sein. Ein Luftentfeuchter hilft, die zu feuchte Raumluft auf ein optimales Niveau zu senken und die Schimmelbildung in Innenräumen zu verhindern.

Mit Luftentfeuchter Albert von Stadler Form Raumfeuchtigkeit reduzieren

Was bedeutet relative Luftfeuchtigkeit?

Die relative Luftfeuchtigkeit sagt aus, wie viel Prozent die Luft mit Wasserdampf gesättigt ist in Abhängigkeit zur Temperatur. Grundsätzlich gilt: Je wärmer die Temperatur ist, desto mehr Wasser kann die Luft aufnehmen. Bei 100% relativer Luftfeuchtigkeit ist die Luft vollständig mit Wasser gesättigt. Bei sinkender Lufttemperatur wird ein Zustand erreicht, bei dem die relative Feuchte 100% überschreitet und das überschüssige Wasser (Kondenswasser) abgelagert wird. Dieser Zustand wird als "Taupunkt-Temperatur" bezeichnet. In der freien Natur entsteht dann Nebel oder Tau. Im Gegensatz zu relativer Luftfeuchtigkeit gibt die absolute Luftfeuchtigkeit Auskunft über den Gehalt an Wasserdampf in der Luft (in Gramm pro Kubikmeter). Für das menschliche Wohlbefinden ist die relative Luftfeuchtigkeit wichtiger als die absolute. Sie hängt nicht nur vom Wassergehalt der Luft ab, sondern auch von ihrer Temperatur. Leider können wir Menschen die Luftfeuchtigkeit nur unpräzise fühlen, darum wird zur Messung der Luftfeuchtigkeit ein Hygrometer verwendet.

Hygrometer Selina von Stadler Form

Ursachen von zu hoher Luftfeuchtigkeit

Folgende Quellen sind die häufigsten Ursachen für eine zu hohe Raumfeuchtigkeit.

Fehlender Luftaustausch bei Neubauten

Neubauten sind zwar sehr gut isoliert und die Fenster dicht verbaut, doch leider fehlt dadurch auch der natürliche Luftaustausch zwischen Innenräume und Aussenluft. Da heutzutage Neubauten kurz nach Fertigstellung bereits bewohnt werden, sind die Bausubstanzen und -materialien oft noch feucht. Durch den fehlenden Luftaustausch kann in neuen Gebäuden schnell ein zu feuchtes und somit ein schlechtes Raumklima entstehen.

Falsches oder zu seltenes Lüften

Wenn der natürlich Luftaustausch fehlt, ist regelmässiges und richtiges Lüften sehr wichtig für ein optimales Raumklima. Besonders effektiv ist das sogenannte "Stosslüften", bei dem gegenüberliegende Fenster für ein paar Minuten vollständig geöffnet werden. Vor allem im Sommer oder bei einer wenig genutzten Immobilie ist zu seltenes Lüften oft eine Ursache von Schimmel oder unangenehmen Gerüchen.

Raumentfeuchter gegen Kondenswasser an Fensterscheiben

Bauliche Mängel, schlechte Isolierung und der Keller

Auch bauliche Mängel und eine veraltete oder mangelhafte Isolierung können für schlechtes Raumklima verantwortlich sein. Wenn im Winter die Innenluft zu feucht ist, kann es sein, dass diese feuchte und warme Raumluft an kalten Aussenwänden abkühlt und dort kondensiert, was zu Schimmelpilzbildung führen kann. Dies geschieht meistens an Stellen, die nicht gleich ersichtlich sind, wie beispielsweise die Wand hinter dem Schrank. Das Kellerabteil oder die Waschküche sind ebenfalls sehr anfällig für zu viel Feuchtigkeit, da sie sich meistens im Untergeschoss befinden. Das Erdreich dort ist oft recht feucht und Beton ist nicht dafür geeignet, um Feuchtigkeit abzudichten – es kommt im Keller zu einem natürlichen feuchten Milieu. Weitere mögliche Gründe für ein zu humides Raumklima können aber auch die nasse Wäsche, Pflanzen, Duschen und Baden, Aquarien und Terrarien, Überschwemmungen, Wasserschäden oder ein Haus in Gewässernähe sein.

Die Ursachen für eine zu hohe Raumfeuchtigkeit sind vielfältig und nicht immer ganz klar zuordenbar. Was tun, wenn das Hygrometer bei der Messung einen Wert über 60% anzeigt und so auf ein schlechtes Raumklima hinweist?

Massnahmen bei einem feuchten Raumklima

Bevor ein Luftentfeuchtungsgerät angeschafft wird, müssen zunächst mögliche Ursprungsquellen ausgeschlossen bzw. behoben werden. Zum Beispiel Wasserleitungen kontrollieren oder die Montage einer Isolierung gegen Feuchtigkeit an den Keller-Aussenwänden. Auch gezieltes und richtiges Lüften (Stosslüften bei trockener Aussenluft) des Raumes kann die Entfeuchtung begünstigen. Der Einsatz eines Raumentfeuchter ist sinnvoll, wenn über längere Zeit eine zu hohe Luftfeuchtigkeit von über 60% gemessen wird, empfindliche Materialien gelagert werden müssen oder wenn sich Schimmelpilz an Wänden und Mauerwerk bildet. Vorhandener Schimmelpilz muss immer professionell beseitigt werden, da die Sporen gesundheitsschädigend sind. Sollten diese Massnahmen nicht ausreichen, um einem Raum die Feuchtigkeit zu entziehen, macht der Einsatz eines Raumtrockners als effiziente Problemlösung Sinn. Luftentfeuchter filtern die überschüssige Feuchtigkeit aus der Innenluft und beugen dadurch Schimmel sowie daraus resultierende gesundheitliche Risiken vor.

Warum braucht es einen Luftentfeuchter?

Die Einsatzgebiete eines Luftentfeuchtungsgeräts sind vielseitig. Vor allem in einer Altbau-Wohnung stellt die Luftfeuchtigkeit oftmals ein Problem dar. Undichte Fenster und eine mangelhafte Wärmeisolierung können Schimmelbildung und schlechtes Raumklima begünstigen. Neben richtigem Heizen und regelmässigem Stosslüften kann ein Raumtrockner den Wert der relativen Luftfeuchtigkeit auf ein optimales Niveau senken. Der Einsatz eines Entfeuchtungsgerät macht vor allem auch in Räumen mit einem hohen Anteil an Wasserdampf Sinn, wie zum Beispiel im Bad und in der Küche. So lassen sich beispielsweise im Badezimmer nicht nur hohe Luftfeuchtigkeitswerte, sondern auch Silberfische bekämpfen, die in dunklen und feuchten Räumen am besten gedeihen. Luftentfeuchter finden aber auch im Auto ihren Platz: Dort wird das Gerät dazu verwendet, damit die Scheiben nicht beschlagen und um eine Schimmelbildung an Polstern und Armaturen zu verhindern. Raumtrockner werden auch verwendet, um Wäsche Zuhause zu trocknen, wenn keine Waschküche oder Wäschetrockner vorhanden sind oder die Wäsche schonend getrocknet werden muss. Der Raumluft-Wäschetrockner lässt die Textilien schneller trocknen und schafft gleichzeitig ein ideales Raumklima. Zudem verfügt ein Raumentfeuchter über eine reinigende Wirkung auf die Raumluft. Denn das Kondenswasser bindet gleichzeitig Schmutzpartikel sowie Feinstaub und wäscht diese in den Wassertank. Einige Modelle verfügen über eine integrierte Heizung, welche die Trocknung zusätzlich verkürzt. Bei einem Wasserschaden ist ein Raumentfeuchter eine kostengünstige, effektive und sinnvolle Lösung, die Feuchtigkeit in der Luft zu reduzieren. Wichtig ist, dass dieser umgehend in Betrieb genommen wird, bevor sich die Feuchtigkeit im Putz und Mauerwerk festsetzt. Deshalb macht vor allem bei Wasserschäden der professionelle Einsatz eines Entfeuchters Sinn. Luftentfeuchtungsgeräte, die für die Bautrocknung oder für die Sanierung von gröberen Wasserschäden eingesetzt werden, werden Bautrockner genannt. Diese sind eher robuster und haben eine höhere Entfeuchtungsleistung als gewöhnliche Lufttrockner für den privaten Gebrauch.

Luftentfeuchtung in der Waschküche

Wie funktioniert ein Luftentfeuchter?

Luftentfeuchter arbeiten mit zwei verschiedenen Verfahren, die Kondensation und die Adsorption, welche im Folgenden genauer erklärt werden.

Bei der Kondensation geht es um die Kühlung der Luft mit anschliessender Wasserausscheidung. Mithilfe eines Ventilators wird die feuchte Raumluft angesaugt und vom Wärmepumpen-Verdampfer abgekühlt, damit das Wasser aus der Luft ausgeschieden (kondensiert) wird. Danach wird die trockene Luft im Wärmepumpen-Kondensator wieder erwärmt und in den Raum zurück geblasen. Dort mischt sie sich laufend mit der feuchten Raumluft bis die Ziel-Luftfeuchtigkeit erreicht ist. Das aus der Luft entzogene Wasser wird in einem Wassertank gesammelt oder mittels eines Wasserschlauchs direkt dem Ablauf zugeführt. Bei diesem Verfahren kann es bei tiefen Raumtemperaturen zu einer Vereisung des Verdampfers kommen. Deshalb ist bei der Anschaffung eines Raumluftentfeuchters darauf zu achten, dass das Gerät über einen Enteisungssensor bzw. Frostschutz (auch Defrostfunktion genannt) verfügt. Heutzutage verfügen beinahe alle modernen Raumentfeuchtungsgeräte über eine Enteisungsfunktion. Viele Entfeuchter sind mit einem Hygrostat ausgestattet. Dank dem Hygrostat sind die Geräte sehr energieeffizient, da sie sich automatisch ausschalten, sobald die gewünschte Luftfeuchtigkeit erreicht ist.

Luftentfeuchter Albert von Stadler Form Detailansicht

Demgegenüber steht das Verfahren der Adsorptionstrocknung. Adsorption ist die Konzentration von Gasen oder gelösten Stoffen an der Oberfläche von festen Objekten. Dazu gehört das immer noch oft verwendete Granulat. Der Wasserdampf lagert sich dort am Granulat an und wird so der Luft entzogen. Die Raumtrocknung mittels Granulat-Entfeuchter ist keine optimale Alternative zur Entfeuchtung im Vergleich zu elektrischen Luftentfeuchtern mit Warmluftregeneration, weil die Entfeuchtungsleistung eher gering ist.

Was sollte beim Kauf eines Luftentfeuchtungsgerät beachtet werden?

Einen Luftentfeuchter zu kaufen, ist gar nicht so einfach und sollte gut durchdacht sein. Es gibt viele verschiedene Kriterien, welche die Kaufentscheidung beeinflussen und somit unnötige Kosten einsparen können. Im Folgenden wird auf die wichtigsten Punkte eingegangen, die beim Kauf eines Raumtrockners berücksichtigt werden sollten.

Raumgrösse: Für die Wahl des passenden Luftentfeuchters ist die Raumgrösse entscheidend. Für grosse Räume braucht es eine starke Entfeuchtungsleistung. Es gilt dabei, das Raumvolumen zu beachten und nicht die Fläche (Fläche in m2 x Raumhöhe). In der Regel nehmen Hersteller für ihre Empfehlung der Raumgrösse eine Raumhöhe von 2.5 Meter an.

Einsatzzweck: Es muss gut überlegt sein, wo der Luftentfeuchter eingesetzt werden soll (z.B. Waschküche, Keller, Wohnzimmer oder Schlafzimmer). Je nachdem in welchem Raum der Entfeuchter gebraucht wird und wie stark die Leistung sein muss, sind andere Kriterien wichtig. So gibt es verschiedene Modelle, die sich in ihrer Art und je nach Einsatz unterscheiden. Wird beispielsweise eine Entfeuchtung der nassen Wäsche in Betracht gezogen, so eignet sich ein Luftentfeuchter mit Schwenkfunktion. Dieses Feature sorgt für eine optimale Luftverteilung im Raum. Für Wasserschäden kommt eher ein industrieller Bautrockner in Frage. Oder für die Entfeuchtung von Wohnräumen, wie Schlaf- oder Wohnzimmer, ist ein leiser Raumentfeuchter mit einem Nacht-Modus ideal. Zum Entfeuchten von mehreren Räumen ist ein mobiler Entfeuchter von Vorteil, der sich auf Rollen von einer Ecke in die andere bewegen lässt.

Luftentfeuchter Theo von Stadler Form Badezimmer

Technologie: Je nach Verwendungszweck wird auf unterschiedliche technische Ausstattung Wert gelegt. Im Schlafzimmer möchte man zum Beispiel nicht, dass die LED-Anzeige hell leuchtet. Daher sollten die LEDs dimmbar sein oder das Gerät sogar über einen Nacht-Modus verfügen. In einem kleinen Raum ist es wichtig, dass keine Überentfeuchtung stattfindet. Deshalb sollte ein Luftentfeuchter gewählt werden, der über einen integrierten Hygrostat verfügt. Sobald die Ziel-Feuchtigkeit erreicht ist, schaltet sich das Gerät automatisch ab. Die Timer-Funktion ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium. Bei Raumtrocknern mit einer Zeitschaltuhr können die gewünschte Einschalt- und Ausschaltzeit gewählt werden und so zum Beispiel Stromtarifunterschiede genutzt werden. Zudem sollte der Entfeuchter mit einer automatischen Abschaltung ausgestattet sein, damit das Gerät bei vollem Wassertank selbständig abschaltet.

Stromverbrauch: Bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit sollte das Raumentfeuchtungsgerät nach Möglichkeit die ganze Zeit eingeschaltet bleiben. Der Energieverbrauch kann allerdings trotzdem gesteuert werden: Es ist entscheidend, ob das Gerät über einen Hygrostat verfügt. Mit dem Hygrostat kann die gewünschte Zielluftfeuchtigkeit eingestellt werden. Sobald diese erreicht wird, schaltet sich das Gerät automatisch aus.

Wassertankgrösse: Je nach Modell und Einsatzzweck ist auch die Wasserauffangmenge massgebend. Handelsübliche Luftentfeuchter für den Privatgebrauch haben meist eine Entfeuchtungsleistung von max. 30 Liter pro 24 Stunden und eine Wassertankkapazität von max. 8 Liter. Idealerweise verfügt das Luftentfeuchtungsgerät über eine Anschlussmöglichkeit für einen Schlauch, um das Kondenswasser direkt abzuführen.

Preis: Granulat-Entfeuchter sind relativ günstig in der Anschaffung. Der laufende Einkauf von Trockenmittel sollte jedoch in den Gesamtkosten berücksichtigt werden. Bei Kompressor-Entfeuchtern hat Qualität ihren Preis. Damit ein Luftentfeuchter über mehrere Jahre zuverlässig funktioniert, muss er mit hochwertigen Komponenten ausgestattet sein. Diese Komponenten widerspiegeln sich im Preis.

Wollen Sie mehr über Luftentfeuchtungsgeräte von Stadler Form erfahren? Es lohnt sich beim Kauf eines Luftentfeuchters, dass Sie sich vorab informieren und professionell beraten lassen. Kontaktieren Sie uns hier. Luftentfeuchter von Stadler Form wie Albert oder Theo sorgen für einen effizienten Betrieb und trockene Räume, ein gesundes Raumklima und ein verbessertes Wohlbefinden. Weitere Informationen zu Luftentfeuchtungsgeräten von Stadler Form finden Sie auf der Kategorienseite für Luftentfeuchtung. Oder besuchen Sie unseren Online Shop, um das Klimagerät zu finden, das auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt ist.

Entfeucher Albert und Albert little von Stadler Form

Das folgende Video stellt Ihnen den Luftentfeuchter Albert von Stadler Form vor.

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