Ratgeber Luftbefeuchter

MIT EINEM OPTIMALEN RAUMKLIMA GESUND DURCH DEN WINTER

Luft ist die Grundlage unseres Lebens. Wir atmen jeden Tag durchschnittlich 20‘000 Mal ein und aus. Dies entspricht ca. 12‘000 Liter Luft, welche wir täglich benötigen. Die Qualität dieser Luft wirkt sich direkt auf unser Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit aus.

Eine optimale Luftfeuchtigkeit spielt dabei eine wichtige Rolle. Diese wird mit einem Hygrometer gemessen (z.B. Selina von Stadler Form). Für Wohnräume und Büros wird eine relative Luftfeuchte von 40 – 60% als angenehm empfunden und empfohlen. Vor allem im Schlafzimmer verbessern diese Werte fühlbar die nächtliche Erholung. Luftbefeuchter verbessern die Qualität der Luft, indem sie die Feuchtigkeit optimal regeln.

Die von Medizinern empfohlene relative Luftfeuchtigkeit liegt bei 40 – 60 %. Ist die Luft trocken, leiden wir unter brennenden Augen, trockener Haut und gereizten Schleimhäuten, schlafen schlechter und sind anfälliger, an Erkältungen und Grippe zu erkranken.

Baumaterial und Inneneinrichtungen aus Holz oder aus Gewebe (z.B. Vorhänge oder Teppiche) nehmen viel Feuchtigkeit auf und können bei trockener Raumluft Risse bilden (Holz) oder sich elektrostatisch aufladen (Gewebe). Musikinstrumente aus Holz können verstimmen, wenn das Holz austrocknet.

Kalte Luft enthält weniger Feuchtigkeit als wärmere Luft. Darum sinkt die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen im Winter oft unter 30 %. Je grösser der Unterschied zwischen Aussen- und Innentemperatur im Winter desto trockener ist die Raumluft. Am einfachsten messen Sie die relative Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer. Platzieren Sie das Hygrometer in der Mitte des Raumes, weg von Fenster und Türen und lesen ganz einfach die Luftfeuchtigkeit vom Display ab (z.B. Selina von Stadler Form). Liegt die Luftfeuchtigkeit unter 40 %, benötigen Sie einen Luftbefeuchter. Ist die Luftfeuchtigkeit über 60 %, empfiehlt sich ein Luftentfeuchter einzusetzen, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Lüften hilft in der kalten Jahreshälfte nicht die Luftfeuchtigkeit in der Raumluft zu erhöhen. Regelmässiges kurzes Stoss- und Querlüften ist für eine gesunde Atemluft sehr wichtig (im Winter 3-5x täglich für maximal 5 min.). Doch zu häufiges und langes Lüften mit kalter Aussenluft macht die Raumluft noch trockener. Das gilt auch für gekippte Fenster. Denn kalte Aussenluft enthält wenig Feuchtigkeit und wird noch trockener, wenn sie durch Heizen aufgewärmt wird. Siehe auch Warum entsteht trockene Luft?

Zimmerpflanzen, Duschen, Kochen und nasse Wäsche können zwar die Luftfeuchtigkeit kurzfristig etwas erhöhen, vermögen die Luftfeuchtigkeit aber über längere Zeit und bei sehr trockener Raumluft nicht auf einen optimalen Level von 40 bis 60 % zu bringen. Nasse Tücher oder mit Wasser gefüllte Schalen auf Heizkörpern verhelfen ebenfalls nur kurzfristig für eine etwas höhere Luftfeuchtigkeit und werden häufig zu Keimschleudern, wenn sie nicht regelmässig gewaschen werden.

Grippeviren, Bakterien und Keime überleben in trockener Luft länger und schweben für längere Zeit auf Augenhöhe. Somit fördert trockene Raumluft die Übertragung von Grippeviren und Bakterien. Eine optimale Luftfeuchtigkeit zwischen 40 bis 60 % sorgt dafür, dass sich Viren und Bakterien an die Wassertröpfchen in der Luft binden und dadurch auf den Boden sinken. Eine gesunde relative Luftfeuchtigkeit hilft nicht nur die Schleimhäute optimal zu befeuchten und sie so gegen Angriffe zu stärken, sondern senkt auch das Ansteckungsrisiko.

Eine optimale Raumluftfeuchtigkeit zwischen 40 bis 60 % sorgt dafür, dass die Luft weniger mit Pollen, Staub und anderen Partikeln belastet ist. Diese Schmutzpartikel binden sich an die Wassertröpfchen in der Luft, werden schwer und sinken zu Boden. Dort belasten sie die Atemwege weniger, als wenn sie auf Augenhöhe in der Luft schweben. Allergiker können erleichtert aufatmen.

Minergie-Häuser sind eine tolle Erfindung und verhelfen zu energie-effizientem Wohnen. Enthält das kontrollierte Belüftungssystem jedoch keine Vorrichtung zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit, ist eine sehr trockene Raumluft die Folge. Der Grund liegt im kontinuierlichen Luftaustausch: Kalte und trockene Aussenluft wird aufgewärmt und ins Innere geführt. Die durch Mensch, Tier, Möbel, Pflanzen, Kochen, Duschen etc. produzierte Feuchtigkeit wird durch den kontinuierlichen Luftaustausch schnell nach aussen geführt. Resultat ist meist extrem trockene Raumluft. Um die aktuelle Luftfeuchtigkeit der Raumluft festzustellen, verwenden Sie ein Hygrometer. Positionieren Sie das Hygrometer im Raum (nicht in der Nähe von Fenster, Türen oder Lüftungsschlitzen) und lesen die relative Luftfeuchtigkeit vom Display ab (z.B. Selina von Stadler Form). Bei einer Luftfeuchtigkeit unter 40 % benötigen Sie einen Luftbefeuchter.

Kontrollierte Belüftungssysteme wirken wie offene Fenster. Deshalb empfehlen wir für belüftete Räume leistungsstärkere Luftbefeuchter und die doppelte Raumgrösse wie für unbelüftete Räume zu berechnen (z.B. Oskar für unbelüftete Räume bis 50m2 und für belüftete Räume bis 25m2).

Bevor Sie sich einen Luftbefeuchter oder Luftentfeuchter anschaffen, ist es wichtig, zuerst die aktuelle relative Luftfeuchtigkeit zu messen. Am einfachsten geht das mit einem digitalen Hygrometer (z.B. Selina von Stadler Form). Stellen Sie Selina in der Raummitte auf Hüft- bis Augenhöhe auf. Achten Sie darauf, das Hygrometer nicht in der Nähe von Fenster, Türen oder Lüftungsgitter zu platzieren. Nach ein paar Minuten wird sich der Sensor an die Raumtemperatur angepasst haben und Sie können die relative Luftfeuchtigkeit ablesen. Die von Medizinern emfohlene Luftfeuchtigkeit liegt bei 40 – 60 %. Unter 40 % ist die Raumluft zu trocken und über 60 %  ist sie zu feucht. Zu trockene Raumluft kann mit einem Luftbefeuchter auf einen optimalen Level erhöht werden. Zu feuchte Raumluft kann mit einem Luftentfeuchter auf einen optimalen Level gesenkt werden.

Welches Produkt für Ihr Bedürfnis das richtige ist, erfahren Sie mit unserem Produktberater

Trockene Luft entsteht vor allem im Winter, wenn kräftig geheizt wird und die Raumluftfeuchtigkeit oft unter 30 % sinkt. Auch das Fenster zu öffnen hilft nicht, sondern bewirkt das Gegenteil: Die Raumluft wird noch trockener. Die Luft von draussen kann bei einer Temperatur um 0° C nur 4 Gramm Wasser pro Kubikmeter Luft aufnehmen. Bei einer Innentemperatur um 20° C beträgt die Aufnahmefähigkeit jedoch 20 Gramm pro Kubikmeter Luft. Auch wenn Sie draussen eine relative Luftfeuchtigkeit von 69 % haben, entspricht dies drinnen nur gerade 18% relativer Luftfeuchtigkeit. Beim Lüften bleibt die Wassermenge gleich, die relative Luftfeuchtigkeit sinkt jedoch bei steigender Temperatur. Dieses Defizit an Feuchtigkeit kann nur mit Hilfe eines Luftbefeuchters ausgeglichen werden. Die von Medizinern empfohlene ideale Luftfeuchtigkeit liegt bei 40 – 60 %!

  • Ihre Nase, Augen und Haut trocknen nicht mehr aus: Sie fühlen sich wohler in Ihrem Zuhause.
  • Das Risiko an einer Grippe zu erkranken wird reduziert: Der Influenza Virus überlebt in optimal befeuchteten Räumen weniger lange. Die Ansteckungsgefahr wird bei höherer Luftfeuchtigkeit erheblich reduziert. Zudem sind Ihre Schleimhäute weniger belastet und auch weniger anfällig für eine Erkrankung.
  • Sie und Ihre Familie schlafen besser: Trockene Luft führt zu Unwohlsein, bei optimaler Luftfeuchtigkeit schlafen Sie ruhiger und entspannter.
  • Sie können sich besser konzentrieren: Sie fühlen sich weniger lustlos und müde und ihre Konzentrationsfähigkeit steigt .
  • Die Staub- und Pollenbelastung sinkt: Auch Allergiker können aufatmen, feuchte Luft bindet Staubpartikel und Pollen.
  • Möbel, Holzböden und Gemälde bleiben erhalten: Risse und Verformungen werden vermieden.
  • Instrumente werden nicht verstimmt: Sie sparen sich das häufige Nachstimmen von Klavier, Gitarre und Geige.

Wichtig ist, die relative Luftfeuchtigkeit korrekt zu messen. Ein digitales Hygrometer wie z.B. Selina von Stadler Form erledigt diese Aufgabe. Gleich nach dem Auspacken ist Selina betriebsbereit. Stellen Sie das Hygrometer auf eine erhöhte Fläche in der Mitte des Raums, weg von Fenstern und Türen. Der Sensor muss sich die ersten Minuten an die Raumtemperatur anpassen. Danach kann die relative Luftfeuchtigkeit abgelesen werden. Die von Medizinern empfohlene relative Luftfeuchtigkeit liegt bei 40 – 60 %.

Trockene Raumluft macht sich bemerkbar durch gereizte Schleimhäute, trockene Haut, spröde Lippen, brennende Augen, elektrostatisch aufgeladene Haare, Kopfschmerzen, schlechter Schlafqualität, Rissen in Parkett und Holzmöbeln, verstimmten Musikinstrumente, etc.

Feuchte Luft kann der Grund sein für schlechten Geruch in der Wohnung, dunkle Flecken an Wänden und Fensterrahmen sowie Wassertröpfchen an Wänden und Fenster. Untersuchen Sie Wände und Möbel (vor allem auch die Wand hinter einem Schrank) auf Spuren von Schimmel. Kontaktieren Sie unbedingt einen Fachmann, um den Schimmel professionell zu entfernen. Vor allem schwarzer Schimmel ist stark gesundheitsschädigend.

Relative Luftfeuchtigkeit

Bezeichnet das Verhältnis zwischen der absoluten zur maximalen Luftfeuchtigkeit in Prozent. Als absolute Luftfeuchtigkeit wird die in der Luft tatsächlich enthaltene Wassermenge bezeichnet. Unter maximaler Luftfeuchtigkeit wird die maximal mögliche Wassermenge der Luft bei der aktuellen Temperatur verstanden. Je nach Temperatur kann die Luft mehr oder weniger Wasser aufnehmen. Je kälter die Luft, desto weniger Wasser kann sie aufnehmen – je wärmer die Luft, desto mehr Wasser kann sie aufnehmen.

50 % relative Luftfeuchtigkeit heisst also, dass die Hälfte der möglichen Wassermenge bei der aktuellen Temperatur tatsächlich vorhanden ist. 100 % bedeutet eine vollständige Sättigung der Luft mit Wasser, die absolute entspricht der maximalen Luftfeuchtigkeit.

Befeuchtungsleistung

Gibt an, wie viel Gramm Wasser der Luftbefeuchter in einer Stunde an die Raumluft abgibt.

Raumgrösse

Je nach System und Typ können verschieden grosse Räume befeuchtet werden. Achten Sie dabei auf die Angaben des Herstellers. Bei grösseren Räumen müssen mehrere Geräte verwendet werden, um die gewünschte Luftfeuchtigkeit zu erzielen. Bei der Raumgrösse spielt nicht nur die Fläche des Raumes eine Rolle, sondern auch die Raumhöhe.

Hygrostat

Mit dem Hygrostat kann eine gewünschte relative Luftfeuchtigkeit eingestellt werden. Das Gerät schaltet sich bei Erreichen der Feuchtigkeit automatisch aus. Sinkt die Luftfeuchtigkeit wieder, schaltet sich der Luftbefeuchter wieder ein.

Keime und Bakterien

Immer wenn Wasser stehen gelassen wird, können sich Keime und Bakterien entwickeln. Bei Verdampfern wird dieses Problem vermieden, da das Wasser im Gerät „abgekocht“ wird, bei allen anderen Systemen  empfehlen wir den Ionic Silver Cube™, um das Wachstum zu hemmen.

Weisser Staub

Sogenannter „weisser Staub“ entsteht bei Ultraschall Verneblern, weil diese die Kalkpartikel in die Luft ausstossen. Die Problematik kann durch die Verwendung einer Entkalkungskartusche reduziert werden.

Kalkgehalt

Leitungswasser ist regional sehr unterschiedlich zusammengesetzt. Bei sehr stark kalkhaltigem Wasser (über 21 Deutsche Härtegrade) empfehlen wir Ihnen den Einsatz eines Verdunsters oder eines Luftwäschers.

Ratgeber Luftbefeuchter herunterladen