Girl with allergy sits in a flower meadow

Usha Müller , 28. März 2024

Gesunde Luft für Allergiker

Allergie? Was Allergiker*innen wissen sollten

Allergiker*innen haben es schwer. Denn Pollen & Co. Konsequenz auszuweichen ist ein schier unmögliches Unterfangen. Während blühende Blumen und Grösser für die einen Grund zur Freude sind, sind der Frühling und Sommer für Menschen mit Pollenallergie eine unangenehme Zeit. Der Heuschnupfen ist mit Abstand die am weitesten verbreitete Allergie – gefolgt von Allergien gegen Hausstaubmilben und Tierhaare. Allen gemeinsam ist: Die Gefahr kommt aus der Luft.  


Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten


Das erfährst du in diesem Artikel: 

  1. Was ist eine Allergie?
  2. Die Pollen fliegen – praktisch rund ums Jahr
  3. Allergene in der Luft 
  4. Symptome bei einer Allergie 
  5. Pollen und andere Allergene in der Raumluft 
  6. Was tun gegen Allergene in der Raumluft 

Was ist eine Allergie

Triefende Nase, ständiges Niesen, Hautausschlag, Husten, juckende und geschwollene Augen begleitet von einem ständigen Gefühl der Atemnot: Das sind Symptome, die für viele von uns zum Alltag dazu gehören – gerade in der Pollensaison. Allergien zählen nämlich zu den häufigsten Krankheiten unserer Zeit und sind im Prinzip nichts weiter als eine Überempfindlichkeitsreaktion des Körpers gegen harmlose Umweltstoffe. 

Die allergieauslösenden Stoffe, z. B. von Blütenstaub, Hausstaubmilben, Tieren, Nahrungsmitteln oder Medikamenten, bezeichnet man als Allergene. Gelangen sie in den Körper, etwa über die Nahrung, die Haut oder durch Einatmen, so reagiert dieser mit einer völlig übertriebenen Abwehr. Und diese Überreaktion auf den körperfremden Stoff führt dann zu den typischen allergischen Symptomen. Laut dem aha! Allergiezentrum Schweiz leiden rund ein Viertel der Schweizer Bevölkerung an einer oder mehreren Allergien – Tendenz steigend.

Die Pollen fliegen – praktisch rund ums Jahr

Eine der häufigsten Allergieformen ist die Pollenallergie – auch saisonale Rhinitis genannt. Betroffene Personen reagieren dabei auf eine oder mehrere Arten von Pollen, also auf den Blütenstaub von Pflanzen. Neben Gräser- und Getreidepollen sind frühblühende Bäume sowie einige Kräuter verantwortlich für allergische Reaktionen. 

Von den rund 3500 Pflanzen in der Schweiz sind zwar nur etwa 20 für Menschen mit Pollenallergie von Bedeutung, doch die Blüte eines einzigen Grases enthält rund vier Millionen Pollen. Besonders ärgerlich: Die lästige Heuschnupfen-Saison wird immer länger. Denn je früher im Jahr die Temperaturen steigen, desto eher setzt der Pollenflug ein. Bereits im Januar schwirren bei uns die ersten Pollen von Frühblühern wie Hasel und Erle durch die Luft, gefolgt von Birke, Ulme und Buche. Im Sommer blühen die Gräser. Die Pollen von Beifuss, Goldrute oder Ambrosia können bis in den Herbst hinein Beschwerden verursachen. 

Für Heuschnupfen-Geplagte ist es also besonders wichtig, genau zu wissen, wann «ihre» Pollen fliegen und wie die aktuelle Vorhersage aussieht. Eine Pollenflugprognose ist für Allergiker*innen eine grosse Hilfe.

Flower with pollen

Allergene in der Luft

Drinnen wie draussen: Viele Allergene, die sich in der Luft tummeln, kommen vor allem in den eigenen vier Wänden vor. Sie stammen von winzigen Hausstaubmilben, den geliebten Haustieren und Schimmelpilzen. Während der Pollenflug immerhin auf die Blütezeit der jeweiligen Pflanzen beschränkt ist, sind diese Innenraumallergene das ganze Jahr über mehr oder weniger vorhanden. Die Hausstauballergie zählt neben Heuschnupfen zu den häufigsten Allergien. Etwa 5 Prozent der Menschen in der Schweiz leiden an einer Allergie gegen Hausstaubmilben. Die zweithäufigste Ursache für eine Allergie in Wohnräumen sind Tierhaare, z. B. von Katzen, Hunden, Meerschweinchen und Pferden. Vor allem von Katzen geht ein sehr hohes Allergierisiko aus.

Symptome bei einer Allergie

Je nachdem, auf welchem Weg Allergene in den Körper gelangen, entstehen unterschiedliche Krankheitssymptome. Bei der Pollen-, Tierhaar- oder Milbenallergie werden diese Stoffe über die Atemwege und zum Teil via Schleimhäute der Nase und Augen aufgenommen. Die Veranlagung zur Entwicklung einer solchen Allergie ist genetisch bedingt. Zum ererbten Risiko kommen auch äussere Einflüsse dazu, die das allergische Fass zum Überlaufen bringen. Das führt zu einer überhöhten Bildung von bestimmten Antikörpern. Das Ergebnis: Die typischen Beschwerden, wie eine laufende Nase und Niesen, ein Kratzen im Hals, Husten, Hautreizungen sowie juckende und geschwollene Augen bis hin zu Asthma.

Man sneezes, blows his nose

Pollen und andere Allergene in Innenräumen

Sich während der Pollenflugsaison daheim zu verschanzen, ist auch keine Lösung. Denn unsere Innenräume sind ebenfalls nicht pollenfrei. Ob in der eigenen Wohnung oder im Büro: Pollen dringen durch Fenster- und Türspalte in die Räume, werden beim Lüften hereingeweht oder mit der Kleidung hereingetragen. Einmal drinnen, setzen sie sich dann an Oberflächen, wie Kissen, Vorhängen und Möbeln fest. Die winzigen Allergen sind so klein, dass sie sich an Staubpartikel haften und so im ganzen Innenraum verteilen. Als gewöhnlicher Hausstaub kommen die Allergene so auf der Bettwäsche, dem Sofa oder dem Fussboden zum Liegen, werden aufgewirbelt und gelangen als kleine Schwebestoffe in die Raumluft und schliesslich in unsere Atemwege.

Was tun gegen Allergene in der Raumluft

Die Symptome bei Heuschnupfen, einer Staub- oder Milbenallergie können zwar medikamentös behandelt, aber auch gut mit vorbeugenden Massnahmen wie zum Beispiel einem Luftreiniger gelindert werden. So lassen sich die allergischen Beschwerden in vielen Situationen einfach und ohne Nebenwirkungen deutlich reduzieren. Ist die Art der Allergie bekannt, ist es am klügsten, den Kontakt mit den allergieauslösenden Stoffen möglich zu vermeiden.


Mehr zum Thema Pollenallergie und gesunder Luft für Allergiker*innen findest du auf unserer Themenseite. Dort findest du interessante Beiträge u. a. zum Thema was tun gegen Pollen im Schlafzimmer oder wie du mit 10 Massnahmen Allergie-Symptome reduzieren kannst.

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