Joana Deplazes, 21. Januar 2026
Luft befeuchten
Erhöht Lüften im Winter die Luftfeuchtigkeit? Antworten zu den häufigsten Fragen rund um Luftfeuchtigkeit im Winter
Wir beantworten dir häufig gestellte Fragen zum Thema «Richtig lüften im Winter und Luftfeuchtigkeit: Weshalb kann ich durch Lüften im Winter keine optimale Luftfeuchtigkeit Zuhause erreichen?». «Wenn ich einen Luftbefeuchter besitze, kann ich trotzdem mit gekipptem Fenster schlafen?»
Das erfährst du in diesem Artikel
- Luftfeuchtigkeit im Winter: Erhöht Lüften im Winter die Luftfeuchtigkeit?
- Wie messe ich die Luftfeuchtigkeit und was ist die optimale Luftfeuchtigkeit in der Wohnung im Winter?
- Luftfeuchtigkeit und Heizungsluft im Winter: Wie hängt das zusammen?
- Warum ist die Luftfeuchtigkeit wichtig für den Körper?
- Was muss ich beim Lüften des Schlafzimmers beachten?
- Richtig lüften im Winter – Weshalb sollten im Winter die Fenster nicht gekippt werden?
- Wie lange solltest du im Winter lüften?
Luftfeuchtigkeit im Winter: Erhöht Lüften im Winter die Luftfeuchtigkeit?
Nein, Lüften erhöht die Luftfeuchtigkeit im Winter nicht. Oftmals entsteht der Eindruck, dass die Luft draussen feuchter ist als die Luft drinnen in der Wohnung – immer stimmt dies aber nicht. Wenn im Winter die Aussenluft kälter ist als die Luft in der Wohnung und das Fenster geöffnet wird, gelangt die kalte Luft hinein und die Luftfeuchtigkeit sinkt automatisch.
Um dies zu veranschaulichen, hier ein kurzes Zahlenbeispiel: Wenn draussen eine relative Luftfeuchtigkeit von 69 Prozent bei 0 Grad herrscht, entspricht dies im Inneren bei 20 Grad nur gerade 18 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit. Dies ist auf die Wasser-Aufnahmefähigkeit der Luft bei verschiedenen Temperaturen zurückzuführen. Zusammengefasst senkt Lüften im Winter die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen. Ein Blick auf den Hygrometer vor und nach dem Lüften zeigt den Effekt auf einen Blick.
Wie messe ich die Luftfeuchtigkeit und was ist die optimale Luftfeuchtigkeit in der Wohnung im Winter?
Die optimale Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 40 und 60 Prozent. Um herauszufinden, ob in deinem Zuhause eine optimale Luftfeuchtigkeit herrscht, sollte ein Hygrometer eingesetzt werden. Das ist ein smarter Helfer im Alltag und misst die Luftfeuchtigkeit.
Weitere Informationen zum Thema ideale Luftfeuchtigkeit und wie sie gemessen wird, findest du in diesem Video.
Luftfeuchtigkeit und Heizungsluft im Winter: Wie hängt das zusammen?
Kalte Luft im Winter kann weniger Feuchtigkeit aufnehmen. Gelangt diesen Aussenluft in Innenräume, wird sie durch das Heizen noch trockener. Dies hängt damit zusammen, dass die kalte Luft von draussen kaum Wasserdampf enthält. Ein Luftbefeuchter schafft hier Abhilfe. Luftbefeuchter-Tipps sowie Fragen und Antworten zu Luftbefeuchtern findest du in unserem Blog-Artikel. Hier mehr lesen.
Warum ist die Luftfeuchtigkeit wichtig für den Körper?
Hat die Raumluft über einen längeren Zeitraum unter 40 Prozent relative Luftfeuchtigkeit, hat dies unangenehme Auswirkungen auf den Körper. Dabei trocknen die Schleimhäute aus und Husten sowie Atembeschwerden können daraus entstehen. Auch Hautprobleme sowie eine höhere Infektanfälligkeit sind möglich. Weitere Auswirkungen von trockener Raumluft auf den Körper findest du hier. Ein Luftbefeuchter schafft hier Abhilfe und sorgt dafür, dass es nicht so weit kommt. Er sorgt für ein optimales Raumklima, indem du dich rundum wohlfühlen kannst.
Auch eine zu hohe Luftfeuchtigkeit hat Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Weitere Informationen findest du hier.
Was muss ich beim Lüften im Schlafzimmer beachten?
Nach der Anschaffung eines Luftbefeuchters stellt sich oft die Frage, ob weiterhin mit offenem beziehungsweise gekipptem Fenster geschlafen werden kann. Die Antwort ist nein, denn das wäre kontraproduktiv. Der Luftbefeuchter führt der Raumluft konstant Feuchtigkeit zu. Gleichzeitig gelangt die kalte, sehr trockene Aussenluft durchs Fenster ins Zimmer. Wir empfehlen deshalb auch fürs Schlafzimmer das altbekannte «Stosslüften», damit frische Luft in die eigenen vier Wände hineinkommt. Dabei kann das Fenster am Morgen sowie am Abend für ein paar Minuten geöffnet werden.
Richtig lüften im Winter – Weshalb sollten im Winter die Fenster nicht gekippt werden?
Es ist nicht ratsam, das Fenster im Winter dauerhaft gekippt zu lassen. Der Luftaustausch ist dabei gering und ein dauerhaft gekipptes Fenster führt zu hohen Wärmeverlusten. Auch das Schimmelrisiko kann dadurch steigen, weil sich die Wand und die Decke entlang des Fensters stark abkühlt. Dies kann zu Kondenswasser und somit zu Schimmelbildung führen.
Die Kippstellung ist nicht grundsätzlich schlecht und kann in manchen Situationen und für kurze Zeit trotzdem hilfreich sein. Möchtest du beispielsweise Essensgerüche nach draussen abziehen lassen, kann dies sinnvoll sein, wenn Stosslüften gerade nicht möglich ist.
Wie lange solltest du im Winter lüften?
Ideal ist es, wenn du am Morgen sowie am Abend jeweils einige Minuten die Fenster weit öffnest, frische Luft in die Innenräume strömen lässt und nach dem Lüften die Fenster wieder komplett schliesst. So kann der Luftbefeuchter seine Arbeit weiterhin wirkungsvoll verrichten.
Willst du mehr darüber erfahren, wie dir ein Luftbefeuchter zu besserem Wohlbefinden verhelfen kann oder welche verschiedenen Luftbefeuchter-Systeme es gibt? Auf unserer Informationsseite rund um das Thema Luft befeuchten findest du weitere Informationen.
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