Water droplets in a sunny sky

Monika Hofstetter , 13. Juni 2022

Luftfeuchtigkeit messen

Absolute und relative Luftfeuchtigkeit

Wer sein Raumklima und das eigene Wohlbefinden verbessern möchte, wird sich früher oder später mit dem Thema Luftfeuchte befassen müssen. Denn es ist wichtig zu wissen, wie hoch die Feuchtigkeit in einem Raum ist. Grundsätzlich sprechen wir von einer absoluten und einer relativen Luftfeuchtigkeit. Doch was bedeuten die Begriffe und was ist der Unterschied? Wie sieht die optimale Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen aus und was passiert, wenn diese nicht gegeben ist?


In der Raumluft befindet sich fein verteilter Wasserdampf. Dieser entsteht einerseits durch die Verdunstung des Wassers aus der Atmosphäre, andererseits durch Atmen, durch Pflanzen, durchs Kochen und Duschen. Dieser meist nicht sichtbare Wasserdampf beinhaltet winzig kleine Wassertröpfchen und wird als Luftfeuchte bezeichnet. Je nach Temperatur, kann die Luft unterschiedliche Mengen an Feuchtigkeit aufnehmen. Je wärmer die Luft, desto mehr Wasser kann sie aufnehmen. Ist die Luft an einem Punkt angelangt, an welchem sie nicht mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann, ist sie am Sättigungspunkt. Ist dieser Punkt erreicht, bildet sich Kondenswasser.

Was ist relative Luftfeuchtigkeit?

Wieso sollten wir die Luftfeuchte messen? Weil sie für das Wohlbefinden von uns Menschen, für Tiere und Pflanzen sehr wichtig ist. Auch für Gebäude, Holzmöbel und Musikinstrumente spielt die relative Feuchte eine bedeutende Rolle. Die bekannteste und am häufigsten genutzte Masseinheit ist die relative Luftfeuchtigkeit. Diese beschreibt, wie viel Prozent Wasserdampf sich bei einer bestimmten Temperatur in der Luft befindet.

Graphic showing the context between relative humidity and temperature in the air

Aus der Grafik ist ersichtlich, dass die gleiche Menge an Wasser in der Luft, je nachdem, welche Temperatur im Raum herrscht, zu einer unterschiedlichen relativen Luftfeuchtigkeit führt. Wenn zum Beispiel geheizt wird, bleibt die Wassermenge in einem Raum gleich. Aufgrund der steigenden Temperatur sinkt jedoch die relative Luftfeuchtigkeit im Raum. Zur Veranschaulichung dient das Beispiel aus der Grafik: Bei 14° C liegt die relative Luftfeuchtigkeit bei 26 %. Wird der Raum nun auf 20° C erwärmt, sinkt die Luftfeuchtigkeit auf 18 %, obwohl die effektive Menge an Wasser in der Luft konstant bleibt.

Und was ist absolute Luftfeuchtigkeit?

Die absolute Luftfeuchtigkeit beschreibt, wie hoch die effektive Menge an Wasserdampf in der Luft ist. Die im Betrachtungsmoment vorhandene Ist-Menge von Wasserdampf in der Raumluft wird in Gramm angezeigt. Ein Unterschied zwischen der absoluten und relativen Luftfeuchtigkeit besteht also in der Art der Messgrösse (Gramm und Prozent). Beide Grössenangaben werden zu unterschiedlichen Zwecken verwendet und sagen etwas anderes aus. Für den privaten Gebrauch ist die relative Luftfeuchte eine der wichtigsten Kenngrössen. Zuhause wird das Klima im Raum üblicherweise mit Hilfe eines Hygrometers geprüft. Eine optimale Luftfeuchtigkeit besteht, wenn das Messgerät eine relative Feuchte zwischen 40 und 60 Prozent anzeigt.

Condensation indoors at the window

Zu feuchte Raumluft und Konsequenzen wie Schimmel

Zeigt das Messgerät für Luftfeuchtigkeit einen Wert von über 60 Prozent an, könnte dieser Zustand auf Dauer zu Schimmelpilz führen. Schimmel kann unter anderem Beschwerden mit den Atemwegen, Ekzeme oder Allergien auslösen. Zudem fühlen sich bei zu feuchter Raumluft Hausstaubmilben besonders wohl. Zu viel relative Feuchtigkeit kann auch zu Schlafproblemen führen und ist besonders an heissen Tagen unangenehm, weil die Raumluft stickig wird. Es ist daher zu empfehlen, dass die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung konstant unter 60 Prozent liegt. Um zu feuchter Raumluft entgegenzuwirken, ist der Einsatz eines Luftentfeuchters eine ideale Massnahme, um Schimmel, Milben und andere Probleme zu verhindern und das Raumklima zu verbessern. Räumlichkeiten wie Garagen und Keller sind übrigens besonders oft von zu feuchter Raumluft betroffen.

Was passiert bei trockener Luft in der Wohnung?

Beträgt die relative Luftfeuchte in Räumen konstant unter 40 Prozent, ist die Luftfeuchtigkeit zu niedrig. Unser Wohlbefinden nimmt ab, denn trockene Luft in der Wohnung kann zu Schlafstörungen und Schnarchproblemen führen. Atemwege und Augen können ebenfalls belastet werden, da die Schleimhäute nicht genug befeuchtet werden. Bei zu tiefer Luftfeuchtigkeit spannt und schuppt die Haut. 

Wenn die Luftfeuchtigkeit zu niedrig ist, überleben Grippeviren länger, die Gefahr von Ansteckungen steigt. Zudem ist eine auf Dauer niedrige Luftfeuchte schlecht für Musikinstrumente, Holzmöbel, Gemälde und Parkettböden. Die Gegenstände aus Holz verziehen sich und werden dadurch beschädigt. Wie kann in einem solchen Fall das Raumklima verbessert werden? Zum Beispiel mit einem LuftbefeuchterHier findest du weitere Tipps, was bei zu trockener Luft in der Wohnung hilft.

Hygrometer Selina in white on a shelve with decoration

40–60 % ist die optimale Luftfeuchtigkeit in der Wohnung

Oftmals erkennen wir nicht, wenn die Luftfeuchte nicht optimal ist. Vielfach werden die Auswirkungen von einer zu hohen oder zu tiefen Luftfeuchtigkeit erst nach einer gewissen Zeit bemerkt. Eine stete Messung der relativen Luftfeuchte ist daher unbedingt zu empfehlen. Idealerweise platzierst du in deinen wichtigsten Räumen Hygrometer. So kannst du früh genug Massnahmen ergreifen, um das Raumklima zu verbessern. In diesem Video erfährst du mehr zum Thema Messgerät für Luftfeuchtigkeit. 


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